Prämienpunkte und Status trennen
Prämienpunkte können Sie gegen Prämien einlösen. Statuspunkte dienen dem Erreichen von Statusleveln; sie sind kein zusätzliches Guthaben. Zwischen beiden Punktearten können Sie nicht umtauschen.
Verfall im Blick behalten
Prämienpunkte verfallen drei Jahre nach Gutschrift zum Quartalsende, Statuspunkte nach 365 Tagen. Prüfen Sie Ihren tatsächlichen Stand und die verfügbaren Prämien in der BahnBonus App oder Ihrem DB-Konto. Die Bedingungen der konkreten Prämie zählen.
Beispiel: Nur nutzbare Vorteile zählen
Eine Prämie für eine Fahrt, die Sie nicht antreten werden, spart Ihnen keine geplanten Ausgaben. Vergleichen Sie vor dem Einlösen, was Sie sonst tatsächlich bezahlt hätten. Kaufen Sie kein teureres Ticket allein, um weitere Punkte zu erhalten.
Keine doppelte Ersparnis
Der Rechner berücksichtigt Karten- und Ticketkosten. Einen subjektiven Punktewert zieht er nicht zusätzlich ab. Für Prämien und Statusvorteile können Verfügbarkeit, Einlöseweg und persönliche Nutzungsbedingungen gelten.
Vor der Buchung an die Zuordnung denken
Prüfen Sie beim Buchungsweg, ob Ihre BahnBonus-Teilnahme richtig hinterlegt ist und das gewählte Produkt zum Sammeln berechtigt. Gehen Sie nicht davon aus, dass jede Zahlung und jede zusätzliche Leistung Punkte bringt. Für eine fehlende Gutschrift brauchen Sie die Angaben zur Buchung.
Notieren Sie vor einer Einlösung, was die Prämie konkret enthält. Ist sie für Ihre Reisetage und die gewünschte Klasse nutzbar? Fallen Reservierung oder andere Ausgaben zusätzlich an? Die Antwort entscheidet über den Nutzen.
Nicht wegen eines Status mehr ausgeben
Ein Statusvorteil kann angenehm sein, wenn er zu Ihren ohnehin geplanten Fahrten passt. Zusätzliche Reisen oder teurere Tickets allein für Punkte sind zunächst echte Mehrkosten. Stellen Sie diesen Ausgaben nur Vorteile gegenüber, die Sie tatsächlich nutzen würden.
Wenn eine Prämie bald verfällt, ist eine unpassende Einlösung nicht automatisch sinnvoll. Vergleichen Sie die verfügbaren Möglichkeiten im offiziellen Konto und lesen Sie die jeweiligen Bedingungen.
Den Sammelwunsch vor der Buchung setzen
Hinterlegen Sie die passende BahnBonus-Teilnahme vor beziehungsweise bei der Buchung. Die DB schließt eine nachträgliche Punktegutschrift aus. Kontrollieren Sie deshalb die Zuordnung, bevor Sie bezahlen.
Quellen: DB: Gutschrift von BahnBonus Punkten
Auch mit einem Deutschlandticket Punkte sammeln
Die DB nennt monatliche Prämien- und Statuspunkte, wenn Sie zum BahnBonus-Programm angemeldet sind, das Ticket mit dem angemeldeten DB-Kundenkonto über bahn.de oder DB Navigator kaufen und die persönlichen Angaben übereinstimmen. Ein Kauf bei einem anderen Verkehrsunternehmen oder im DB Reisezentrum ist dafür nicht automatisch eingeschlossen.
Ein bestehendes Abo sollten Sie deshalb nicht allein wegen einer angenommenen Punkteersparnis kündigen oder wechseln. Prüfen Sie zuerst Berechtigung, Aufwand und tatsächlichen Nutzen.
Quellen: DB: BahnBonus beim Deutschlandticket
Eine Freifahrt kostet nicht immer dieselbe Punktzahl
Für eine nationale einfache Freifahrt in der 2. Klasse nennt die DB derzeit 750 bis 2.000 Prämienpunkte. Bedarf und Verfügbarkeit richten sich nach der konkreten Verbindung, Reisezeit und Nachfrage. Ein fester Wert von 1.000 Punkten für jede Fahrt wäre irreführend.
Vergleichen Sie die buchbare Prämie mit einer passenden bezahlten Alternative. Eine flexible Freifahrt ist eine andere Prämie mit anderen Bedingungen.
Quellen: DB: BahnBonus-Freifahrtprämien
Was Ihnen eine Einlösung tatsächlich spart
Teilen Sie den Preis einer sonst wirklich gekauften Alternative abzüglich zusätzlicher Kosten durch die benötigten Punkte. So erhalten Sie einen persönlichen Vergleichswert.
Rechenbeispiel: Wenn 1.000 Punkte ein sonst gekauftes Ticket zu 30 Euro ersetzen und nichts hinzukommt, vermeiden Sie 3 Cent Kosten je Punkt. Das ist weder ein Wechselkurs noch ein Bargeldanspruch. Eine unpassende Reise spart Ihnen trotz hohem angezeigtem Gegenwert nichts.
Vor dem Punkteeinsatz den Vergleich ohne Punkte ansehen
Fragen Sie sich, welches passende Ticket Sie sonst kaufen würden. Wenn die gewünschte Prämienfahrt für Ihren Termin nicht verfügbar ist, entsteht daraus heute noch keine Ersparnis. Prüfen Sie auch, ob Sie Ihre Punkte später sinnvoller einsetzen können.
Notieren Sie für sich eingesetzte Punkte, mögliche Zuzahlung und die vermiedenen tatsächlichen Ausgaben. Diese persönliche Bewertung ist etwas anderes als ein fester Punkte-Euro-Kurs. Gutscheine, Punkte und noch offenes Cashback auseinanderhalten, damit derselbe Vorteil nicht mehrfach gezählt wird.
